Predigt zu Heb 9,15.26b-28

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Lesung des Predigttextes: Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen bestimmt ist, “einmal” zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus “einmal” geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.

Gott, lieber himmlischer Vater, Wir brauchen deinen heiligen Geist, damit wir deine Worte begreifen und für unser Leben Heil daraus schöpfen können. Amen.

Liebe Gemeinde,

Karfreitag, die Liebe geht zu Grunde, Jesus wird grausam hingerichtet am Kreuz und stirbt gottverlassen und allein. Ein grausiges Geschehen, das einem immer wieder den Schauder über den Rücken laufen lässt. Und wozu das Ganze? Zu unserer Erlösung aus unserer tödlichen Verstrickung in die Sünde, in die Abkehr von Gott, zur Erlösung aus unserer Gottverlassenheit, die wir immer wieder vorziehen, weil wir denken, wir allein sind unseres Glückes und Lebens Schmied.

Abkehr von Gott, Abkehr vom Grund allen Seins, Abkehr von der Liebe, die das Leben will, Abkehr von der lebendigen Kraft allen Lebens, das ist die Sünde, die letztendlich ganz zwangsläufig zum Tode führt.

Kennen Sie die Werbung, die neulich im Fernsehen lief, wo ein gestresster Manager sich durch die vielen aufstehenden Menschen im Flugzeug drängelt? Hier steht der Rest… »

Predigt zu Phil 1,15-21

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Jesus meine Zuversicht haben wir gerade gesungen. Otto von Schwerin hat dieses Lied 1653 gedichtet. Er stand in Königsberg im Dienst der Kurfürstin Louise Henriette von Oranien, die besonders in dieser Zeit immer wieder den Tod ihrer Kinder zu beklagen hatte. Jesus meine Zuversicht dichtete der als besonders fromm und gottesfürchtig geltende Hofmeister und Seelsorger im Angesicht des Todes der Kinder seiner Fürstin. Eigentlich ein Anlass, bei dem uns oft die Zuversicht im Halse stecken bleibt. Er singt von einer Zuversicht, die sich aus der Verbindung mit Jesus ergibt, eine Zuversicht, die sich kleinkriegen lässt, auch wenn ganz reale Lebenswidrigkeiten sie schmälern wollen, Zuversicht, die nicht die Augen verschließt vor dem was ist – was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht, haben wir gesungen – die aber auch nicht einwilligt in die lange Todesnacht, sondern ihr Widerstand im Namen Gottes entgegen setzt: Jesus er mein Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen?

Zuversicht in schwierigen Lebenslagen, das wünsche ich mir auch immer wieder und ich spüre, wie Otto von Schwerin, dass diese Zuversicht im Glauben an Gott zu finden ist. Mut zum Sein, Mut zum Leben steckt da drin. Mut sich aufzulehnen gegen die erdrückende Angst. Hier steht der Rest… »

Gottesdienst am 4.3.2012 in Guntershausen um 9.30 Uhr und in Rengershausen um 10.45 Uhr

 Predigt zu Jes 5,1-7

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde,

haben sie auch schon mal jemanden beobachtet, wie er, meistens sind das wohl Männer, einen Fahrkarten- oder anderen Automaten mit Fäusten malträtiert hat, weil die Münze sich verklemmt hat oder der Automat sonst wie nicht richtig funktioniert? Pure, oft hilflose Wut ist da zu sehen. Kindlicher Trotz: Ich habe was reingesteckt – ich will jetzt, dass was rauskommt. Alles andere ist ungerecht, fies, macht Mühe, will ich einfach nicht – Fußstampfen.

Ich will, dass sich meine Investitionen lohnen und für mich hinterher ein Gewinn herausspringt, sagen nicht nur Banker, korrupte Politiker oder Verwaltungsangestellte, sondern das sagt wohl auch der normale Mensch. Je mehr man in eine Sache, je mehr man in die Pflege und Hege eines Pflänzchens hineinsteckt desto mehr möchte man hinterher davon haben. Hier steht der Rest… »

Ein Brief an Jesus – Predigt zum Volkstrauertag zu Lk 16,1-9

Beitrag von Henning am 11. November 2011 | Hits: 2748

Predigt zu Lk 16,1-9

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Heute am Volkstrauertag wird an vielen Orten der Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft gedacht, aber auch der Soldaten, die in den Krisen und Kriegseinsätzen der heutigen Zeit ihr Leben lassen mussten oder traumatisiert und verstört zurückkommen. Wir erinnern in diesen Tagen an all dies, damit es nie wieder Krieg gibt oder ein Volk oder eine Volksgruppe verfolgt wird und dass wir auch weiterhin unseren Beitrag leisten, dass Menschen in Krisengebieten einigermaßen vor Gewalt geschützt werden. Wir verbinden dies mit dem Aufruf zu Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz. Nur so kann meiner Meinung nach ein Volkstrauertag begangen werden, dass wir gemeinsam nach Wegen suchen, wie wir, hier in Rengershausen / Guntershausen, in Baunatal, in Deutschland, aber auch in der ganzen Welt friedlicher miteinander umgehen können. Die Erfahrung und eben auch die Erinnerung an früheres Unrecht und erlittenes Leid, müssen dazu führen, dass wir für die Zukunft lernen, uns anders zu verhalten. Viele sehen zum Beispiel in den Einsätzen der Bundeswehr am Hindukush, aber auch in anderen Teilen der Welt so einen Beitrag zum Frieden.

„Lernen für die Zukunft“, Hier steht der Rest… »

Predigt zu Mt 7,24-27

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Kennen Sie das auch: Im Urlaub, meistens in der Mitte des Jahres, am Geburtstag oder auch an Sylvester ist Zeit zum Innehalten, zum Nachdenken und zum Neuausrichten des Lebens. Vielleicht haben Sie ein gutes Buch gelesen oder einfach nur lange Spaziergänge gemacht, vielleicht kommt da auch einfach nur ein Gedanke, der Sie schon lange beschäftigt hat: Eigentlich möchte ich mehr Sport machen, mehr lesen, weniger fernsehen, mich gesünder ernähren und so weiter und so fort… Hier steht der Rest… »

Gottesdienst am Ostersonntag (24.4.) 2011 in Rengershausen um 9.30 Uhr

Predigt zu Mt 28,1-10

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Verlesung des Predigttext: Mt 28,1-10

Liebe Gemeinde! „Das Leben ist hart und unbarmherzig und es gibt einfach ein paar Dinge, die man anerkennen muss; da geht kein Weg drum herum. Unsere Wirklichkeit wird bestimmt von Menschen und Dingen die Macht über uns haben, denen wir ausgeliefert sind und unser Leben endet mit dem Tod, manchmal sogar auf eine ganz grausame Weise, langsam durch eine schwere Krankheit oder einsam und verlassen von allen lieben Menschen oder zu Unrecht verraten und verurteilt wie Jesus. Manche Dinge muss man einfach hinnehmen, wie den Tod ihres besten Freundes und des Menschen, der ihrem Leben eine Perspektive und einen Sinn gegeben hatte.“ So mögen die beiden Marias vielleicht gedacht haben, als sie auf dem Weg zum Grab waren, wie um sich diese Realität noch einmal vor Augen zu führen, wie um zu begreifen, dass Jesus tot ist. Nach dem Grab wollen sie sehen und ihrer Trauer Ausdruck verleihen. Hier steht der Rest… »

Gott braucht keine Opfer! Predigt zu Lk 23,33-49 an Karfreitag 2011

Beitrag von Henning am 21. April 2011 | Hits: 5877

Gottesdienst am Karfreitag (22.4.) 2011 in Guntershausen um 15.00 Uhr und in Rengershausen um 16.15 Uhr

Predigt zu Lk 23,33-49

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Verlesung des Predigttextes: Lk 23,33-49

Liebe Gemeinde,

wissen sie, was die Jugendlichen zur Zeit sagen, wenn sie jemanden aus ihren Reihen ärgern oder regelrechtrecht mobben wollen: Du Opfer! Und indem dies zu jemandem gesagt wird, wird er es tatsächlich auch, nämlich das Opfer ihres Hasses, ihrer eigenen Unzulänglichkeit, ihrer Unsicherheit, ihrer Angst vor dem Anderen, ihrer eigenen Fehler und ihres Stolzes. Wer dies zu einem anderen sagt, denkt nur über die Defizite des anderen nach und legt den Finger in die Wunde und wühlt darin herum, damit er oder sie selbst nicht und niemand sonst etwa auf die Idee kommt, auf die eigenen wunden Punkte zu schauen. Diese Worte „Du Opfer!“ lenken von mir selbst ab und weisen dem Anderen, Bedrängten, dem, der sich nicht wehren kann, weil alle gegen ihn sind, zumindest viele schlechte Eigenschaften zu. Das ist im Übrigen nicht nur bei Jugendlichen so, sondern geschieht tagtäglich auch unter Erwachsenen: Mobbing, Lästern, schlechtes Reden übereinander oder gar offenes Beschimpfen. All dieses Verhalten fordert Opfer. Von den „Opfern im Straßenverkehr“ oder den „Opfern unter der Zivilbevölkerung im Krieg“ und den ungezählten anderen Opfern, die unsere sogenannte Zivilgesellschaft fordert ist oft die Rede. Hier steht der Rest… »

Predigt zu 1. Mose 22,1-13

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Liebe Gemeinde!

Lesung von 1.Mose 22,1-13 Abrahams Versuchung (ich werde wohl den Text einfach in Kopien in die Gemeinde geben, weil die Predigt den Inhalt sowieso erzählt.)

Liebe Gemeinde, da soll noch einmal jemand sagen, die Bibel sei langweilig – weit gefehlt! Schweißgebadet und verstört kann einen diese Geschichte zurücklassen, schwankend zwischen Erleichterung, dass es am Ende gut ausgegangen ist, zwischen Wut und Unverständnis über den grausamen Auftrag Gottes und Staunen über das große Vertrauen Abrahams. Ein echter Thriller. Diese Geschichte kann mit jedem guten Tatort mithalten und sie schickt uns als Hörerinnen und Hörer durch so einige Gefühlslandschaften. Schauen wir uns die einzelnen Szenen dieses Krimis noch einmal an: Hier steht der Rest… »